Die USA sind zweifelsohne eine Supermacht im Weltraum. Sie geben im Jahr dreimal so viel Geld als andere Staaten aus. Etwa 40 Prozent aller Anlagen im Weltall gehören Amerika. Die Obama-Regierung hat Ende Juni 2010 eine neue Politik für den Weltraum verkündet. Demnach wird die Strategie der Bush-Regierung aufgegeben, die zur "militärischen Konfrontation im Weltall" geführt habe. Stattdessen möchte man die internationale Kooperation verstärken.
Seitdem haben die USA mit der EU vier Mal über Verhaltensnormen im Weltraum diskutiert. Vorher haben die Vereinigten Staaten befürchtet, dass bindende Regeln das US-Militär beschränken könnten. Doch mittlerweile hat Verteidigungsministerium beschlossen, dass die Normen für ihre Armee nicht gefährlich seien. Vor kurzem hat man in einer Erklärung die Verhandlungen begrüßt.
Sowohl moralisch als auch praktisch treten die USA als Wegbereiter und Anführer der möglichen neuen Standards auf. Dennoch gibt es in den USA eine starke Opposition.
Der ehemalige UN-Botschafter, John Bolton, glaubt, dass die Standards lediglich eine symbolische Geste der Obama-Regierung seien, weil "die USA die Normen gar nicht benötigen". Micah Zenko vom amerikanischen Rat für diplomatische Beziehungen glaubt, dass die Ankündigung von Hillary Clinton zwar als eine Unterstützung auf lange Sich gedeutet werden kann. Allerdings würden die USA dem Vorhaben zurzeit nach wie vor negativ gegenüberstehen.

