China Xinjiang

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  • Das Kunlun-Gebirge
    2017-12-14    Quelle:german.cri.cn    Autor:

    Das Kunlun-Gebirge liegt zwischen dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang und dem Autonomen Gebiet Tibet und wird als der Ursprung der chinesischen Kultur angesehen. Zahlreiche antike Legenden stehen mit diesem Gebirge in Verbindung. Im September 2016 wurde das Forschungsprojekt „Seidenstraße 2016 - Erforschung von Kunlun und Heyuandao" begonnen. Was genau dahinter steckt, hören Sie im folgenden Beitrag.

    „Kunlun" ist für Chinesen mehr als nur ein geografischer Begriff. Früher galt die Gebirgskette als Ursprungsort des Gelben Flusses und als Weg zwischen Himmel und Erde.

    Das Kunlun-Gebirge ist durch zahlreiche Legenden wie beispielsweise die der Schöpfergöttin Nüwa, die in einem ungeordneten Kosmos den Himmel ausbesserte, zum Ursprungsort der chinesischen Kultur geworden. Doch woran liegt es, dass die Chinesen diese Gebirgskette früher so verehrten?

    Yang Lin, Direktor des Chinesischen Staatlichen Museums, führt diese Verehrung auf die damalige Kultur und Politik zurück.

    „Die Menschen der Antike verehrten die Natur, vor allem die Berge und die Flüsse, den Himmel und die Erde, die Sonne und den Mond. Das Kunlun-Gebirge wurde von den Menschen der Antike als der Ort angesehen, an dem die Unsterblichen lebten. Dazu gibt es Überlieferungen wie Bronzeinschriften und Orakelknochen aus der Shang- und Zhou-Dynastie. In der Qin- und Han-Dynastie wurde das Kunlun-Gebirge als Symbol der Kaisermacht gesehen."

    Ye Shuxian vom Fremdspracheninstitut der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften ist einer der Experten beim Forschungsprojekt „Seidenstraße 2016 - Erforschung von Kunlun und Heyuandao". Er erklärt, dass der Kaiser Wudi der Han-Dynastie das Gebirge im südlichen Teil Xinjiangs Kunlun-Gebirge nannte, weil dort Jade zu finden war. Jade galt in der konfuzianischen Kultur als edel und heilig.

    "In der Jade-Zeit, also in der Vorzeit, glaubten die Chinesen an Jade, die für den Himmel, Gott und die Ewigkeit stand. Wenn man in den Bergen die heilige Jade finden konnte, wurden sie als göttlich angesehen."

    Wie man heute weiß, entspringt der Gelbe Fluss in dem Gebiet Sanjiangyuan in der Provinz Qinghai und legt bis zum Kunlun-Gebirge noch einmal 1300 Kilometer zurück. Aber die Chinesen von der Han-Dynastie bis zur Ming- und Qing-Dynastie waren der Ansicht, der Gelbe Fluss entspringe dem Kunlun-Gebirge. Die Menschen glaubten, das Wasser fließe von Kunlun aus durch den Fluss Tarim und Lop Nor und münde schließlich in den Gelben Fluss, erklärt Yang Lin.

    „Damals konnten die Leute das Kunlun-Gebirge nicht besteigen. Sie dachten, die Quelle des Gelben Flusses liege im Kunlun-Gebirge. Diese Meinung hielt sich bis in die Ming- und Qing-Dynastien. Das Kunlun-Gebirge wurde immer als Quelle der chinesischen Nation und der Kultur angesehen."

    Die Experten sind der Meinung, dass die geografische und die kulturelle Quelle des Gelben Flusses sich jedoch nicht widersprechen. Das Kunlun-Gebirge ist kulturell eng mit dem Gelben Fluss verbunden.

    Übersetzt und Gesprochen von Yu Yue