China Xinjiang

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  • Gründung, Entwicklung und Rolle des Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang
    2009-11-24    Quelle:german.china.org    Autor:

    Das 1954 gegründete Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang hat die staatlich verliehene Aufgabe, die landwirtschaftliche Produktion zu betreiben und die Grenzen zu befestigen. Es handelt sich um eine gesellschaftliche Sonderorganisation im staatlichen Wirtschaftsplan, die in ihren eigenen Verwaltungsgebieten im Rahmen der Gesetze und gesetzlichen Verordnungen des Staates und des Uigurischen Autonomen Gebiets autonom ihre internen administrativen und juristischen Angelegenheiten regelt und sowohl der Zentralregierung als auch der Volksregierung des Uigurischen Autonomen Gebiets untersteht. Das Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang ist auch unter dem Namen Chinesische Xinjian-Gruppe bekannt. Es verfügt über 14 Divisionen (Staatsgüter), 174 Ackerbau- und Viehzuchtfarmen auf Regimentsebene, 4391 Industrie-, Bau-, Transport- und Handelsunternehmen und komplette Forschungs-, Bildungs-, Kultur-, Medizin-, Sport-, Finanz- und Versicherungsinstitutionen sowie Justizorgane. Von der 2,4536 Millionen Menschen zählenden Bevölkerung des Produktions- und Aufbaukorps sind rund 933 000 Beschäftigte.

    Das Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang wurde vor einem speziellen geschichtlichen Hintergrund gegründet. Im Jahr 1949 wurde Xinjiang friedlich befreit. Um die Grenzen zu befestigen, die Entwicklung Xinjiangs zu beschleunigen und dabei die wirtschaftlichen Belastungen der regionalen Regierung und der Bevölkerung der unter schiedlichen Nationalitäten Xinjiangs zu erleichtern, setzten die in Xinjiang stationierten Verbände der Volksbefreiungsarmee ihre Hauptkraft für die Produktion und den Aufbau ein und entfalteten eine groß angelegte Produktion. Bis 1954 hatten die Verbände der Volksbefreiungsarmee in Xinjiang durch harte Arbeit insgesamt 34 Ackerfarmen und acht Weidefarmen aufgebaut und verfügten über 77 200 Hektar Ackerfelder. Mit der eingebrachten Ernte von Acker- und Viehzuchtprodukten wurde die Versorgung der Verbände der Volksbefreiungsarmee in Xinjiang gedeckt und eine Anzahl von modernen Industrie-, Bergwerks- und Handelsunternehmen sowie von Schulen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen errichtet.

    Die Zentrale Volksregierung erließ im Oktober 1954 den Befehl, die in Xinjiang stationierten Verbände der Chinesischen Volksbefreiungsarmee größtenteils an Ort und Stelle in Zivilstellungen überzuführen, das Produktions- und Aufbaukorps zu bilden und es vom Aufbau der Armee für die Landesverteidigung zu trennen. Seine Mission ist, die Produktion mit dem militärischen Training und Kampf zu verbinden, Ackerfelder zu erschließen und die Grenzen zu befestigen. Seit Mai 1956 untersteht das Produktions- und Aufbaukorps der doppelten Führung des Ministeriums für Urbarmachung und des Uigurischen Autonomen Gebiets Xinjiang.

    Die Urbarmachung und die Grenzbefestigung sind ein geschichtlicher Nachlass der Erschließung und des Schutzes der Grenzgebiete Chinas in den vergangenen Jahrtausenden. Geschichtlichen Überlieferungen zufolge sahen die verschiedenen Dynastien Chinas in der Urbarmachung und Grenzbefestigung eine wichtige Politik des Staates für die Erschließung und Verteidigung der Grenzgebiete. Die Urbarmachung und Grenzbefestigung in Xinjiang durch die Zentralregierung in großem Ausmaß zu praktizieren ist auf die Westliche Han-Dynastie zurückzuführen und wurde von den verschiedenen Dynastien übernommen. Dies hat für die Vereinigung des Landes, die Grenzbefestigung und Förderung der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in Xinjiang eine große historische Rolle gespielt. Dass die zentrale Volksregierung 1954 die Errichtung des Produktions- und Aufbaukorps in Xinjiang beschloss, war in gewisser Hinsicht eine Übernahme und Entwicklung dieser historischen Erfahrungen unter neuen geschichtlichen Bedingungen.

    Das Produktions- und Aufbaukorps Xinjiang hat sich unter harten Bedingungen im Anfangsstadium behauptet und entwickelt. Nach seiner Gründung betrachtete das Produktions- und Aufbauskorps Xinjiang die Urbarmachung und die Grenzbefestigung sowie den Wohlstand für alle Nationalitäten Xinjiangs als seine Mission und strebte danach, Industrie, Landwirtschaft, Handel, Bildung und Militär mit einander zu verbinden, Ackerbau, Forstwirtschaft, Viehzucht und Fischerei sowie Nebengewerbe umfassend zu entwickeln und Industrie-, Transport-, Handels-, Bau- und Dienstleistungsunternehmen integriert zu betreiben.

    In den 50er Jahren und Anfang der 60er Jahre legte das Korps dem Prinzip "dem Volk keine Vorteile streitig machen" entsprechend am Rand der Wüsten Taklimakan und Gurbantünggüt südlich und nördlich der Tianshan-Bergzüge und entlang der Grenzlinien, wo menschenfeindliche Naturbedingungen herrschten, Wasseranlagen an und machte aus Ödland Ackerfelder. In der unendlichen Wüste Gobi entstanden Oasen bzw. Öko- und Wirtschaftsnetze, die mit Ackerfeldern, Wasserkanälen und Waldstreifen sowie Straßen durchzogen waren. Das Korps entwickelte eine moderne Industrie, indem es mit der Verarbeitung von Agrar- und Nebenprodukten den ersten Schritt tat. Es wurde allmählich ein Industriesystem mit relativ vielen Branchen wie Leichtindustrie, Textilindustrie, Stahl- und Eisenindustrie, Kohlenindustrie, Baumaterialien, Elektrizität, Chemie und Maschinenbau herausgebildet, wobei die Leicht- und die Textilindustrie die Stütze darstellten. Mit der Etablierung des Volkswirtschaftssystems des Korps erfuhren Bildung, Wissenschaft und Technik und Kultur usw. ebenfalls eine beträchtliche Entwicklung. Ende 1966 standen die verschiedenen Arbeiten des Korps auf einem verhältnismäßig hohen Niveau.