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Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Nationalitäten
2011-08-16        Quelle:  China Heute        Autor:  

Das Festhalten an der gemeinsamen Prosperität und Entwicklung aller ethnischen Gruppen ist ein unverrückbarer Grundsatz in der nationalen Politik Chinas.

Wirtschaft

Der Staat betrachtet es konsequent als einen wichtigen Aspekt der Entwicklung des Landes, die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der nationalen Minderheiten und der von ihnen konzentriert besiedelten Regionen zu beschleunigen; den Aufbauprojekten wurde der Vorrang eingeräumt, um die Basis für die Entwicklung zu konsolidieren; die Armutsfrage wurde als Schwerpunkt behandelt, um die Lebensbedingungen des Volkes zu gewährleisten und zu verbessern; der Aufbau in den Nomaden- und Grenzgebieten wurde mit großer Kraft unterstützt, um eine koordinierte Entwicklung herbeizuführen; die Finanzhilfe wurde ständig aufgestockt und die partnerschaftliche Unterstützung aktiv gefördert. Diese politischen Maßnahmen haben einen enormen Beitrag zur Entwicklung der nationalen Minderheiten und der von ihnen konzentriert besiedelten Gebiete geleistet.

Traditionelle Kultur

Die chinesische Regierung ergreift verschiedene politische Maßnahmen zur Respektierung und zum Schutz der traditionellen Kultur der nationalen Minderheiten sowie zur Unterstützung der Übernahme und Fortführung, der Entwicklung sowie der Innovation der Kultur der nationalen Minderheiten, ermutigt alle Volksgruppen, den Kulturaustausch zu verstärken und die verschiedenen Bereiche des Kulturwesens zur Entwicklung und zum Aufblühen zu bringen.

Schutz der Kultur der nationalen Minderheiten in Xinjiang durch den Staat

Dank der Fürsorge der Zentralregierung wurden 1951 und 1954 die Zwölf Muqam , eine volkstümliche uigurische Gesangkunst, zweimal auf Tonband aufgenommen und dann vom Chinesischen Schallplattenverlag in Form von Mikrorillenplatten herausgegeben und die von Fachleuten im Notensystem aufgezeichneten Partituren wurden auch veröffentlicht. In den 1960er und 1980er Jahren wurden in ganz Xinjiang Erforschungen, Tonaufnahmen und schriftliche Aufzeichnungen des uigurischen Muqam vorgenommen. Seit den 1980ern wurden Forschungsinstitute für Muqam gegründet und darüber hinaus zahlreiche Veranstaltungen, Symposien und Ausstellungen weltweit abgehalten. 1996 wurde am Kunstinstitut von Xinjiang Unterricht über Muqam eingerichtet und 2000 am Musikinstitut der Pädagogischen Hochschule von Xinjiang ein Forschungsinstitut über Muqam ins Leben gerufen. Xinjiang hat die Vorschriften über den Schutz immateriellen Kulturerbes erlassen, um den Schutz, die Pflege und die rationale Nutzung des immateriellen Kulturerbes gesetzlich zu regeln. Seit 2008 stellen der Staat und Xinjiang jährlich zehn Millionen Yuan für den Schutz immateriellen Kulturerbes der nationalen Minderheiten in Xinjiang zur Verfügung. Die Zentren für die Pflege und Weiterentwicklung des Muqam im Kreis Yarkant von Ka xgar, im Kreis Piqan von Turpan und in d e r S t a d t K u m u l sowie das Zentrum für die Pflege und Weiterentwicklung immateriellen Kulturerbes der Mongolen im Kreis Bagrax des Autonomen Bezirks Bayangol wurden errichtet und in Betrieb genommen.


Muqam ist klassische Bühnenkunst, die aus Gesang, Tanz und Instrumentalmusik besteht und sich in den von Uiguren konzentriert besiedelten Regionen in Xinjiang verbreitet.

Bildungswesen

Das Bildungswesen spielt immer eine wichtige Rolle für die Entwicklung aller Volksgruppen. Das moderne Bildungswesen ist jedoch ein systematische Projekt, das hohe Investitionen in Anspruch nimmt. Die von nationalen Minderheiten konzentriert bewohnten Gebiete sind wirtschaftlich vergleichsweise rückständig und das Bildungswesen ist unterentwickelt. Der Staat hat deshalb in diesen Gebieten mehr Grund- und Mittelschulen errichtet und andererseits die Lehrer in Ostchina gefördert, abwechselnd in diesen Gebieten Unterricht zu geben. Bis Ende 2008 gab es landesweit 20 906 Grundschulen und 3536 Mittelschulen für nationale Minderheiten und in den von nationalen Minderheiten konzentriert besiedelten Gebieten 167 Hochschulen; in Lehrgestalten des ganzen Landes waren insgesamt 21,996 Millionen aus nationalen Minderheiten stammende Schüler und Studenten eingeschrieben, darunter 10,708 Millionen Grundschüler, 6,802 Millionen Mittelschüler und 1,339 Millionen Hochschulstudenten.

Die nationale Einheit

Die nationale Einheit ist das grundlegende Prinzip für die Behandlung der ethnischen Fragen und der Kerninhalt der nationalen Politik Chinas. In China schließt die Einheit aller ethnischen Gruppen sowohl die zwischen den Han und den nationalen Minderheiten, die zwischen den nationalen Minderheiten als auch die zwischen den Mitgliedern einer nationalen Minderheit untereinander ein.

Die chinesische Regierung und das chinesische Volk legen großen Wert auf die Einheit aller ethnischen Gruppen und betrachten sie als das höchste Interesse des chinesischen Volkes und die grundlegendste Garantie für die gemeinsame Prosperität und Entwicklung aller ethnischen Gruppen. Seit langem gilt das unerschütterliche Prinzip: Die Han können sich den nationalen Minderheiten nicht entziehen, während sich die nationalen Minderheiten den Han und einander nicht entziehen können.

Vorbildliche Hanipa, eine uigurische Mutter von zehn Waisenkindern aus verschiedenen Volksgruppen

Hanipa ist eine uigurische Mutter mit neun Kindern. Sie hat zudem zehn Waisen aus der Han-, der Hui-, der uigurischen und der kasachischen Nationalität adoptiert und mühsam großgezogen. Zurzeit hat diese große Familie mehr als 180 Mitglieder, die Uiguren, Han, Hui, Kasachen, Tataren bzw. Usbeken sind.

Um das Essen für mehr als zwanzig Personen in der Familie zuzubereiten, hat Hanipa jemals einen riesigen Eisentopf mit einem Durchmesser von 1,2 Metern gekauft. Heute werden die Nachbarn ihren Topf ausleihen, wenn sie ein Festessen vorbereiten. Sie haben ihn als Einheitstopf genannt und meinen, wenn man ihn beim Kochen einsetzt, kann man auch eine solidarische, harmonische und glückliche Familie wie Hanipa haben.

In Hanipas Augen sind alle diese Kinder trotz ihrer unterschiedlichen nationalen Angehörigkeit gleich: „Sie sind alle meine Kinder und meine leibliche Kinder. Wir bilden eine große harmonische Familie."

Regionale Autonomie der Nationalitäten

Die regionale Autonomie der Nationalitäten ist eine grundlegende Politik und ein grundlegendes System Chinas zur Lösung ethnischer Fragen. Regionale Autonomie der Nationalitäten heißt, dass in den von nationalen Minderheiten konzentriert besiedelten Gebieten unter der einheitlichen Führung durch den Staat Organe der Selbstverwaltung errichtet und das Recht auf Autonomie ausgeübt werden.

Unterteilung

Die Regionen mit nationaler Autonomie sind je nach der Bevölkerungszahl und der Verwaltungsfläche in autonome Gebiete, autonome Bezirke und autonome Kreise unterteilt, die administrativ jeweils der Provinz, der Stadt mit Bezirken und dem Kreis entsprechen. Die regionale Autonomie der nationalen Minderheiten ist die Selbstverwaltung unter der einheitlichen Führung durch den Staat. Zurzeit gibt es auf dem chinesischen Festland insgesamt 155 Regionen mit nationaler Autonomie, darunter fünf autonome Gebiete, 30 autonome Bezirke und 120 autonome Kreise (Banner).

Nehmen wir das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang als ein Beispiel. Auf seiner 1,66 Millionen Quadratkilometer großen Fläche leben 47 Volksgruppen. In dem Gebiet gibt es noch fünf autonome Bezirke der Mongolen, der Kirgisen, der Hui und der Kasachen und sechs autonome Kreise der Hui, der Xibo, der Kasachen, der Mongolen und der Tadschiken. Alle Volksgruppen in Xinjiang haben von der regionalen Autonomie der Nationalitäten profitiert und eine gemeinsame Entwicklung und Prosperität erfahren.

Beziehungen zur Zentralregierung

Nach der Gründung der Volksrepublik 1949 begann die chinesische Regierung im Rahmen der Verfassung und der Gesetze in den von nationalen Minderheiten konzentriert besiedelten Regionen die regionale Autonomie der Nationalitäten umfassend umzusetzen. Alle Regionen mit nationaler Autonomie sind untrennbare Teile des Staates und alle Selbstveraltungsorgane der Regionen mit nationaler Autonomie sind der Führung durch die Zentralregierung unterstellt. Bis Ende 2008 lebten 71 Prozent der Gesamtbevölkerung der nationalen Minderheiten in Regionen mit nationaler Autonomie, die 64 Prozent der Landesfläche ausmachen.

Umsetzung

Die Selbstverwaltungsorgane der Regionen mit nationaler Autonomie bilden die Volkskongresse und Volksregierungen der autonomen Gebiete, der autonomen Bezirke und der autonomen Kreise, die die folgenden Rechte ausüben:

◆ Gesetzgebung. Neben den allgemeinen Rechten lokaler Staatsorgane können die Volkskongresse in den Regionen mit nationaler Autonomie gemäß den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten der jeweiligen Volksgruppen die Selbstverwaltungsvorschriften und Sonderbestimmungen ausarbeiten.

◆ Flexible Ausführung der Direktiven von oben. Nach dem Gesetz über die regionale Autonomie der Nationalitäten können die Selbstverwaltungsorgane die Beschlüsse, Entscheidungen, Befehle und Anweisungen der Staatsorgane höherer Ebenen, die den Gegebenheiten der Regionen mit nationaler Autonomie nicht entsprechen, bei diesen Staatsorganen vorlegen und mit deren Genehmigung Anpassungen vornehmen oder sie eben nicht durchführen.

◆ Selbstverwaltung der eigenen Angelegenheiten

◆ Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft und Finanzen

◆ Selbstständiger Gebrauch und Entwicklung der eigenen Sprache und Schrift

◆ Bevorzugung der Kader nationaler Minderheiten beim Einsatz

◆ Organisation von Sicherheitstruppen

◆ Selbstständige Entwicklung der Bildung, der Wissenschaft und Technik sowie Kultur und anderer Bereiche

◆ Respekt und Schutz der Glaubensfreiheit der nationalen Minderheiten

◆ Respekt der Lebensgewohnheiten der nationalen Minderheiten

Kader der nationalen Minderheiten stellen einen entscheidenden Faktor für die Umsetzung der regionalen Autonomie der Nationalitäten dar. Nach dem Gesetz über die regionale Autonomie der Nationalitäten soll der Vorsitzende der Regierung eines autonomen Gebiets, eines autonomen Bezirks oder eines autonomen Kreises ein Angehöriger einer nationalen Minderheit sein, die in der jeweiligen Region die regionale Autonomie ausübt. 2008 erreichte die Zahl der Kader nationaler Minderheiten mehr als 2,9 Millionen, das ist ein Wachstum um mehr als das 3-fache gegenüber 1978; 9,6 Prozent der Staatsangestellten und 7,7 Prozent der Abteilungsleiter von der Kreisebene aufwärts waren Angehörige nationaler Minderheiten. Die nationalen Minderheiten stellen ebenfalls eine ziemlich große Anzahl von Mitarbeitern, die in den zentralen und lokalen Machtorganen, Verwaltungsorganen, in der Justiz und Staatsanwaltschaft tätig sind. Unter den dreizehn amtierenden stellvertretenden Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses des NVK sind zwei, unter den neun amtierenden stellvertretenden Ministerpräsidenten und Staatskommissaren zwei und unter den 25 amtierenden stellvertretenden Vorsitzenden der PKKCV fünf Angehörige der nationalen Minderheiten.

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