China Xinjiang

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    2013-08-06    Quelle:CRI    Autor:

    Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang liegt im äußersten Nordwesten Chinas, in Zentralasien also und nimmt mit seinen über 1,6 Millionen qkm ein Sechstel der Gesamtfläche Chinas ein. Es ist somit flächenmäßig größer als jede andere Provinz oder jedes der übrigen 4 Autonomen Gebiete Chinas.

    Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang ist von Gebirgen umgeben. Im Norden ragt das Altai-Gebirge wie ein Schutzwall empor; die Pamir-Hochebene befindet sich im Westen; und das Karakorum-, das Altun- und das Kunlun-Gebirge liegen im Süden. Das Tianshan-Gebirge, das quer durch das Autonome Gebiet verläuft, teilt Xinjiang in zwei Teile, die sich landschaftlich und geographisch stark voneinander unterscheiden: Südlich des Tianshan-Gebirges liegt das Tarim-Becken, mit der Taklamakan-Wüste, der größten Wüste Chinas, in seiner Mitte; nördlich des Tianshan-Gebirges liegen das Junggar-Becken mit dem Ölfeld Karamayi und das breite Tal des Flusses Ili; östlich des Tianshan-Gebirges befindet sich das Turpan-Becken, das bis zu 154 m tief unter dem Meeresspiegel liegt und das heißeste Klima in China aufweist. Die fruchtbaren Felder um das Tarim-Becken werden durch das Wasser des Tarim-Flusses, des längsten Binnenflusses der Welt ohne Abfluss ins Meer, und der Flüsse Yarkant, Yurungkax und Qarqan bewässert. Die Flüsse Ili, Ulungur und Manas bewässern die ausgedehnten Felder und Weiden im Norden Xinjiangs. Am Unterlauf vieler Binnenflüsse befinden sich Seen. Der Lopnur-See, der Bagrax-See und der Ebinur-See sind reich an Fischen und Schilf.

    Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang hat kontinentales Klima. Im Süden von Xinjiang ist es trocken und so warm wie am südlichen Unterlauf des Yangtse-Flusses; im Norden von Xinjiang ist es relativ kalt, regen- und schneereich. Die Landwirtschaft hier ist dadurch geprägt, dass die Böden am Rand der Becken- und Wüstenoasen urbargemacht worden sind. Zu den wichtigsten Getreidepflanzen Xinjiangs gehören Weizen, Mais und Wasserreis, während Baumwolle als Hauptindustriepflanze angebaut wird. Nach der Gründung der Volksrepublik China 1949 wurde eine Pionierleistung vollbracht: man hat das Einzugsgebiet des Flusses Manas, der am 40 Grad nördlicher Breite verläuft, urbar gemacht und pflanzt dort Baumwolle. Das Tianshan-Gebirge verfügt über eine Unmenge von Kohle und Eisenerz. Das Altai-Gebirge ist reich an Goldvorkommen. Die Hotan-Jade aus dem Kunlun-Gebirge ist von alters her bekannt. Darüber hinaus gibt es dort Buntmetalle und verschiedene seltene Metalle, ausgedehnte Ölfelder und Urwälder sowie große Möglichkeiten für Neulandgewinnung.

    Das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang ist ein Gebiet, in dem zahlreiche Nationalitäten konzentriert leben: Neben den Uiguren sind es noch die Han-Chinesen, die Kasachen, die Hui, die Mongolen, die Kirgisen, die Tadschiken, die Xibo, die Usbeken, die Mandschuren, die Dahuren, die Tataren und die Russen. Die uigurische Nationalität hat rund 9 Millionen Angehörige, das sind etwa 46% der Gesamtbevölkerung des Autonomen Gebietes. Die meisten von ihnen wohnen im Bereich südlich des Tianshan-Gebirges. Aber auch im Gebiet Ili und in den verschiedenen Gegenden Nord-Xinjiangs leben Uiguren. Die Uiguren bekennen sich zum Islam.

    Von alters her ist Xinjiang ein untrennbarer Teil des chinesischen Territoriums. Die Uiguren und die anderen Nationalitäten in Xinjiang, die gemeinsam in den Grenzgebieten leben, unterhalten mit der Bevölkerung in Chinas Kernland enge wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen.

    Durch archäologische Untersuchungen kam man zu der Schlussfolgerung, dass die in verschiedenen Gegenden Xinjiangs festgestellte Mikrolithkultur der Jungsteinzeit nicht nur gleiche Formationen und Besonderheiten wie die in Nordostchina, in der Inneren Mongolei in Nordchina sowie in Qinghai, Ningxia und Gansu in Nordwestchina aufweist, sondern auch auf geographische Verbindungen hinweist. Die Ruinen von Aktala und Wungulok im Kreis Shufu in Xinjiang sind die einzigen bisher im Westen Chinas entdeckten Ruinen einer Jungsteinzeitkultur. Viele hier ausgegrabene Geräte wie ein halbmondförmiges Steinmesser und Steinsicheln aus der Zeit zwischen der Jungsteinzeit und der Yin- und der Zhou-Zeit Chinas, nämlich vom 16. Jahrhundert bis zum Jahr 221 vor unserer Zeitrechnung, waren in anderen Teilen des chinesischen Kernlandes ebenfalls verbreitet. All dies beweist eindeutig, dass Xinjiang schon seit Menschengedenken Verbindung mit Chinas Kernland unterhält und liefert wertvolles Material für die Erforschung der antiken Kulturen in Xinjiang.

    Bereits in alter Zeit wurde das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang als Westliche Regionen- auf Chinesisch Xiyu- bezeichnet, Gebiete, die sich in der chinesischen Geschichte am frühesten entwickelt haben. Weltbekannt sind die Ruinen der antiken Städte Jiaohe und Gaochang sowie des antiken Klosters Yanpeng Tausend-Buddha-Grotten von Kizil in Baicheng, die Grotten von Baiziklik bei Turpan, die Grotten von Komtula in Kuqa und viele andere kulturelle Ruinen sowie die antiken Grabstätten von Astana bei Turpan, bei denen unzählige wertvolle historische Kulturgegenstände aus der Zeit nach der Han-Dynastie, die von 206 vor unserer Zeitrechnung bis 220 nach unserer Zeitrechnung dauerte, aufbewahrt worden sind. All dies zeugt davon, daß auch die Uiguren und die Bevölkerung der übrigen Nationalitäten in Xinjiang beteiligt waren an der Gestaltung Chinas und an der Bereicherung der Kulturellen Schatzkammer der chinesischen Nation.

    In den Jahren 138 und 119 vor unserer Zeitrechnung wurde Zhang Qian aus der Han-Dynastie zweimal als Gesandter in die Westlichen Regionen geschickt. Damit wurden die bereits durch die Seidenstraße zwischen China und dem zentralasiatischen Gebiet bestehenden Beziehungen weiterhin verstärkt. Im zweiten Jahr der Regierungsperiode Shenjue, nämlich im Jahr 60 vor unserer Zeitrechnung, der Westlichen Han-Dynastie, die von 206 vor unserer Zeitrechnung bis 24 nach unserer Zeitrechnung dauerte, wurde in den Westlichen Regionen ein Generalgouvernement eingerichtet, das die so genannten "sechsunddreißig Reiche" verwaltete, die sich südlich und nördlich des Tianshan-Gebirges, östlich und südlich vom Balchasch-See sowie im Pamir-Raum befanden. Während der Wei-Dynastie, der Jin-Dynastie und der Südlichen und der Nördlichen Dynastien, also vom Jahr 220 bis zum Jahr 581 dauerte, unterhielten die Westlichen Regionen mit dem chinesischen Kernland immer politische Beziehungen. Das Wei-Reich, das von 220 bis 265 dauerte, die Westliche Jin-Dynastie, die von 265 bis 316 dauerte, das Frühere Liang-Reich, das von 317 bis 376 dauerte, das Frühere Qin-Reich, das von 352 bis 394 dauerte, und das Spätere Liang-Reich, das von 386 bis 403 dauerte, waren alle bestrebt, in den Westlichen Regionen Soldaten zu stationieren, die auch Felder zu bestellen hatten, sowie Verwaltungsorgane zu errichten. Im Jahr 327 richtete Zhang Jun aus dem Früheren Liang-Reich im Turpan die Präfektur Gaochang ein; das war der Beginn der Errichtung von Präfekturen und Kreisen in den Westlichen Regionen. Mitte des 7. Jahrhunderts richtete die Tang-Dynastie, die von 618 bis 907 dauerte, in den Westlichen Regionen das Generalgouvernement Anxi ein, das seinen Sitz anfangs in Xizhou - dem heutigen Turpan, später in Qiuci - dem heutigen Kuqa - hatte und die Gebiete südlich und nördlich des Tianshan-Gebirges verwaltete. Auch die im Pamir-Raum eingerichteten Gouvernements Niaofeizhou und Zhibazhou sowie das Grenztruppenkommando in Congling unterstanden dem Generalgouvernement Anxi. Gleichzeitig wurden in Qiuci, Yutian - dem heutigen Hotan -, Shule - dem heutigen Kaxgar - und Suiye - am südlichen Ufer des Schu-Flusses im heutigen Kirgisstan, wo der berühmte Dichter Li Bai der Tang-Dynastie geboren wurde und das der bekannte Mönch der Tang-Dynastie Xuan Zang auf seiner Reise nach Indien passierte - vier Ortschaften eingerichtet, die damals als militärisch wichtige Kleinstädte im westlichen Gebiet galten. Anfang des 8. Jahrhunderts richtete die Tang-Dynastie in den Westlichen Regionen ein weiteres Generalgouvernement namens Beiting ein, dessen Sitz in Tingzhou - dem heutigen Jimsar - war. Diesen beiden Generalgouvernements unterstanden auch noch Verwaltungs- und Militärorgane verschiedener Ebenen, die effektiv die Richtlinien der Tang-Dynastie durchführten. Anfang des 13. Jahrhunderts, als Dschingis Khan seinen Feldzug nach dem Westen unternahm, setzte er in den Westlichen Regionen einen Gouverneur ein. Die Yuan-Dynastie, die vom Jahr 1271 bis zum Jahr 1368 dauerte, verwandelte die Gebiete Bishibali - das heutige Nord-Jimsar - und Alimali - das heutige Korgas - in Provinzen. In der Ming-Dynastie, die von 1368 bis 1644 dauerte, wurde in Hami ein Wehrgebiet errichtet. Die verschiedenen lokalen Regimes in den Westlichen Regionen wie das Yilibali-Reich im Gebiet Ili hatten stets Beziehungen mit der Ming-Dynastie und unterstanden ihr. In der Qing-Dynastie, die von 1644 bis 1911 dauerte, wurde Xinjiang im Jahr 1844 in eine Provinz verwandelt.

    Nach der Revolution von 1911 wurde die Herrschaft der Qing-Dynastie in Xinjiang durch den Militärmachthaber ersetzt. Von 1944 an stand Xinjiang unter der direkten Herrschaft der Kuomintang-Regierung. 1944 brachen in den Gebieten Ili, Tacheng und Altai Widerstandkämpfe gegen die reaktionäre Herrschaft der Kuomintang aus. Dies trug auch in gewissem Maße zum landesweiten Befreiungskrieg und zur Befreiung Xinjiangs bei. Im Jahr 1949, dem Jahr der Gründung der Volksrepublik China, wurde Xinjiang friedlich befreit. Am 1. Oktober 1955 wurde das Uigurische Autonome Gebiet Xinjiang mit der Hauptstadt Urumqi offiziell gegründet.

    Unter Anleitung und Unterstützung der Zentralregierung und durch harte Anstrengungen der Bevölkerung aller Nationalitäten in Xinjiang seit über 50 Jahren wurden großartige historische Erfolge in der Entwicklung der Wirtschaft, Gesellschaft und hinsichtlich anderer Aspekte Xinjiangs erzielt. Aufgrund Xinjiangs Lage in den nordwestchinesischen Grenzgebieten und seiner relativ schlechten Naturbedingungen und schwachen wirtschaftlichen Grundlage ist die Entwicklung im Sozialwesen im Bereich wie Bildung, Kultur und Gesundheitspflege immer noch mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert. Das Lebensniveau der Bevölkerung aller Nationalitäten zu erhöhen ist eine langwierige Aufgabe. Die Entwicklung Xinjiangs zu beschleunigen ist ein gemeinsamer Wunsch aller Nationalitäten in Xinjiang und auch Teil der strategischen Planung der Zentralregierung.

    Im Jahr 1999 traf die Zentralregierung eine bedeutsame Entscheidung zur Durchsetzung der Strategie für die groß angelegte Erschließung der Westgebiete, die der Entwicklung Xinjiangs eine seltene historische Chance geboten hat. Entsprechend der gesamten Planung des Staates über die Durchsetzung der Strategie für die groß angelegte Erschließung der Westgebiete hat das Autonome Gebiet den Zehnten Fünf jahresplan und das Entwicklungsprogramm bis zum Jahr 2010 ausgearbeitet. Dem Plan nach soll bis 2005 das Bruttoinlandsprodukt des Autonomen Gebietes 210 Milliarden Yuan, gerechnet nach Preisen im Jahr 2000, erreichen. Dies bedeutet einen jährlichen Zuwachs um 9% im Durchschnitt. Das Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt soll über 10 000 Yuan hinausgehen. Investitionen in Höhe von etwa 420 Milliarden Yuan in gesellschaftliche Sachanlagen sollen verwirklicht werden. Die verfügbaren Pro-Kopf-Einnahmen der Stadtbewohner des ganzen Autonomen Gebietes sollen im Jahres durchschnitt um 7% steigen, während die Nettoeinkommen der Bauern pro Kopf jährlich um etwa 150 Yuan anwachsen sollen. Die Pro-Kopf-Baufläche der Wohnungen der Stadteinwohner des ganzen Autonomen Gebiets soll durchschnittlich 23 Quadratmeter betragen. Die Wohnbedingungen, die Wohnungsqualität und die hygienischen Bedingungen der Landbevölkerung sollen sich deutlich verbessern. Bis 2010 soll sich das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich mit dem im Jahr 2000 verdoppelt haben und das Leben der Bevölkerung noch wohlhabender geworden sein.