China Xinjiang

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  • Der Tanz der Uiguren: Muqam in Xinjiang
    2013-10-29    Quelle:china.org.cn    Autor:

    Wo es Uiguren gibt, da gibt es auch Muqam – eine Musikform, die der Stolz des uigurischen Volkes ist und als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurde.

    Wo es Uiguren gibt, da gibt es auch Muqam. Als die größte Errungenschaft der Uiguren im Bereich Musik genießt Muqam einen unangefochtenen Ruf als Träger der uigurischen Kultur. "Xinjiang ist eine weite Region mit reichen kulturellen Ressourcen. Die Erhaltung dieser Ressourcen, wie sie in der uigurischen Muqam-Kunst verkörpert werden, und die Weitergabe an die nächsten Generationen sind wichtige Aufgaben für meine Behörde", so Abulizi Abudureyimu, Direktor des Kulturamtes des uigurischen autonomen Gebiets Xinjiang. Er ist außerdem der Präsident des Chinesischen Instituts für klassische uigurische Literatur und Muqam.

    Xinjiang errichtet gerade zehn Lehrzentren für Muqam – zwei große und acht kleine – mit dem Ziel der Weitergabe der traditionellen darstellenden Kunst. 2006 wurde das Muqam-Lehrzentrum Turpan eröffnet. Die Lehrzentren bieten eine Plattform für Muqam-Volkskünstler zum Aufführen und Unterrichten junger Muqam-Schüler. Im vergangenen Jahr benannte Xinjiang 229 bevollmächtigte Muqam-Lehrer. Jeder von ihnen soll finanzielle Unterstützung der Regierung von bis zu 450 Yuan pro Monat bekommen.

    Um die Muqam-Kunst zu erhalten und besser zu fördern, hat Xinjiang in den vergangenen Jahren eine Reihe von CDs, DVDs und Büchern über Muqam veröffentlicht. Mehrere Hochschulen und Universitäten in Xinjiang, darunter das Kunstinstitut Xinjiang, haben Muqam-Unterricht eingeführt. Einige bieten sogar Masterstudienprogramme für Muqam an.

    Im Jahr 2006 investierte die Lokalregierung 1,8 Millionen Yuan in die Xinjianger Muqam-Künstlergruppe für eine einzigartige Aufführung – The spring of Muqam. Die Gruppe wurde eingeladen, in Taiwan in drei aufeinander folgenden Jahren 2005 bis 2007 aufzutreten. Die dortigen Bewohner konnten die Verse zwar schwer verstehen, doch es war eindeutig, dass ihnen die Musik sehr gefiel und sie zum Mittanzen animierte.

    "Wir sind dabei, neue Wege zu finden, um diese traditionelle Kunstform einem größeren Publikum nahe zu bringen", so Abulizi. Eine 23-teilige Fernsehserie mit dem Titel Erinnerungen an Muqam wird ab Ende des Monats vom Fernsehsender CCTV ausgestrahlt. "Auf diese Weise werden mehr Leute von dieser Kunst erfahren", fährt er fort.

    In Kreisen wie Awati und Markit gibt es eine morgendliche Übung aus der Musik und dem Tanz des Dolan-Muqam, die nun in Grundschulen und weiterführenden Schulen eingeführt worden ist. Sie ist sehr beliebt unter den dortigen Bewohnern. "Es gibt ein Sprichwort, das lautet: ‘Wir Uiguren sind geboren mit Muqam und wir sterben mit Muqam'. Muqam ist das Kulturerbe und der Stolz unseres uigurischen Volkes", sagt Rayila Aziz, der vor fünf Jahren Journalismus an der Universität Xinjiang studierte und nun Redakteur für die uigurische Version von Tianshannet.com.cn ist, einer dortigen Nachrichtenportal-Webseite.

    Es gibt zwölf verschiedene charakteristische Stile des Muqam, auch genannt Die Zwölf Muqam, die repräsentativ für die heute erhaltene Kunstform Muqam der Uiguren in Xinjiang sind. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit in Kashgar, Hotan und Akhsu im Süden Xinjiangs, und Ili im Norden Xinjiangs.

    In den Zwölf Muqam, bekannt als die "Mutter der uigurischen Musik", besteht jeder Stil des Muqam aus drei Teilen: Congnaghma (lyrische Lieder, Instrumentalstücke und Gesang mit Tanz), Dastan (Erzählmusik) und Meshrep (Gesang mit Tanz), jedes mit 20 bis 30 Untermelodien. Es dauert rund zwei Stunden, einen gesamten Muqam zu singen, und die ganzen Zwölf Muqam bestehen aus 360 verschiedenen Melodien, die in gesamter Länge über 24 Stunden dauern. Die anderen drei regionalen Muqam, nämlich Turpan-Muqam, Qumul- (Hami-) Muqam und Dolan-Muqam, unterscheiden sich von den Zwölf Muqam in ihrer Struktur.

    Der uigurische Muqam aus Xinjiang wurde am 25. November 2005 von der UNESCO in die Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.