China Xinjiang

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  • Uigurische Sitten und Gebräuche in Kashgar
    2013-08-02    Quelle:CRI    Autor:

    Die Stadt Kashgar in Südxinjiang ist ein Gebiet, in dem die uigurische Nationalität die Bevölkerungsmehrheit bildet. Sie ist landesweit die einzige historische und kulturelle Stadt auf Staatsebene inXinjiang.

    Der Aitigar-Platz im Stadtzentrum Kashgars ist ein idealer Ort, um die Sitten und Gebräuche der Uiguren kennenzulernen. Hier begegnet man vielen Uiguren. Manche der Leute ruhen sich auf Bänken in der Nähe der Blumenrabatten aus, andere machen kleine Geschäfte und wiederum andere verkaufen den Touristen auf gebrochenem Chinesisch ihre Produkte.

    Wenn Sie Zeit haben, empfiehlt sich ein Besuch der hiesigen Märkte um den Platz, auf denen die Produkte der Uiguren erhältlich sind. Die schöne Kleidung der Uiguren, insbesondere die für sie typischen Kappen, sollte man nicht verpassen. In einem Kappe-Laden trafen wir ein gutaussehendes uigurisches Mädchen namens Aysha. Die freundliche Aysha erklärte uns die traditionelle Bekleidung der Uiguren. Sie sagt,

    "Unsere traditionelle Kleidung war früher die gleiche. Die Frauen tragen traditionell einen langen Rock und lange Hose. Die Kinder tragen eine bunte Kappe und die erwachsenen Frauen ein Kopftuch."

    Die uigurischen Mädchen mögen nicht nur buntfarbige Kappen, sie flechten auch gerne Zöpfe. Über die Zöpfe sagt Aysha,

    "Die uigurischen Mädchen flechten sich normalerweise 19 oder 21 Zöpfe in Haar. Maximal sind es 41, weil 41 die beste Zahl im Koran ist. Die verheirateten Frauen dürfen sich hingegen maximal zwei Zöpfe flechten."

    Die Uiguren tragen auch gerne interessante Schmuckstücke wie Jade-Anhänger, Halsketten aus Knochen, Holzhaarnadeln und kleine Messer auf der Kleidung. In einem Schmuckladen empfahl uns ein uigurischer Junge, namens Mehmetkhan seine Messer. Er sagt,

    "Unsere Messer sind alle handgemacht. Es gibt ein Gebiet namens Yengisar in Kashgar, in dem jede Familie Messer herstellt."

    Im Laufe der Entwicklung der Technik der Messerherstellung haben die Meister viele verschiedene Messertypen entwickelt. In den Messergriff werden Bronze, Silber, Jade oder Knochen eingelegt und regional typische Muster eingraviert. Über die Verwendung sagt Mehmetkhan,

    "Mit dem Messer schlachten wir Schafe und zerschneiden das Fleisch. Zum Essen benutzen wir eigene Messer. Das Messer ist zu einem Symbol der Uiguren geworden. Jeder uigurische Mann hat ein Messer bei sich."

    Soviel zum Schmuck der Uiguren. Die uigurische Esskultur sollte man auch nicht vergessen. Gebratenes Fleisch gilt als das repräsentativste Essen der Uiguren. Im Backofen und mit Zutaten wie Salz, Fenchel und Paprikapulver wird köstliches gebratenes Fleisch zubereitet. Es gibt verschiedene Gerichte mit gebratenem Fleisch, aber der gebratene Lammspieß ist am häufigsten zu sehen.

    Außer gebratenem Fleisch ist auch Shou Zhua Fan, das heißt Reis mit Hammelfleisch, Möhren und Rosinen, das man mit der Hand isst, empfehlenswert. Ein Ober namens Ahmetkhan in einem uigurischen Restaurant erklärte uns,

    "Das Gericht Zhua Fan wird mit Reis, Möhren und Hammelfleisch zubereitet. Beim Essen benutzt man Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand."

    Ahmetkhan empfahl uns noch Nang, ein gesalzenes Fladenbrot. Nang ist ein Grundnahrungsmittel für die Uiguren. Nang-Brot hat einen geringen Wasseranteil und kann deshalb lange Zeit aufbewahrt und einfach transportiert werden. Mehl ist die wichtigste Zutat für das Nang, andere Zutaten sind zum Beispiel Sesam, Ei, Zwiebel, Öl, Milch, Salz und Zucker. Vom Nang gibt es aufgrund von verschiedenen Zubereitungsmethoden bei der Herstellung des Teigs, der Form und beim Backen unterschiedliche Typen. Das größte Nang hat einen Durchmesser von 40 bis 50 Zentimetern.

    Nach dem uigurischen Essen lauschen wir noch der schönen Musik der Uiguren. Wir hörten einen Ausschnitt der uigurischen Musik, die mit der Rewap, einem traditionellen uigurischen Zupfinstrument gespielt wird. Die Rewap besteht meist aus Holz und hat schon eine Geschichte von über 600 Jahren. Sie ist bei den Uiguren, den Tadschiken und den Usbeken sehr beliebt.