China Xinjiang

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  • Traditionelle Sportarten der Uiguren
    2013-08-02    Quelle:CRI    Autor:

    Die Uiguren leben hauptsächlich im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang im Nordwesten Chinas. Zu den traditionellen Sportarten dieser Minderheit zählen Ringen, Dawazi (Seiltanz), Holzstock-Schlagen, Kräftemessen, Eislauf, Pferderennen, Rennen ums Lamm und noch vieles mehr.

    Die Uiguren sind besonders für ihr Temperament und für ihren Gesang und Tanz bekannt. Der uigurische Volkstanz, der sich durch vibrierende Rhythmen, vielfältige Bewegungen auszeichnet und der außergewöhnliche Geschicklichkeit fordert, bietet ungeahnte Reize für die Zuschauer. Ein Volkstanz der Uiguren ist der "Maxilap". Hierbei werden Gesangs- und Tanzdarbietungen mit volkstümlicher Unterhaltung kombiniert. Normalerweise wird der "Maxilap" an Festtagen, zu Hochzeiten oder bei Ausflügen getanzt. Der Tanz gliedert sich in drei Teile. Er startet mit einer Musik- und Tanzdarbietung, dann folgen das Spiel und schließlich die Bestrafung der Unverschämten.

    Die Musik- und Tanzdarbietung basiert auf der traditionellen uigurischen Suite "Zwölf Mukam". Zum Auftakt wird ein Solo gesungen, dann werden Handtrommeln geschlagen. Untermalt vom Gesang und dem Rhythmus der Handtrommel folgend, treten nun paarweise die Tänzer auf. Es gibt vier Tanzgruppen. Die erste Gruppe tanzt im Sechsachtel-Takt, langsam und rhythmisch, und schüttelt dabei die Knie. Die zweite und dritte Gruppe tanzen schneller, kühner und kräftiger. Ihre Bewegungen sind ausgreifender und rigoroser, sie symbolisieren beispielsweise das "Bogen spannen und schießen vom Pferderücken" dar. Die vierte Gruppe tanzt nach dem schnellsten Rhythmus. Beispielsweise versucht ein Tänzer die rhythmischen Bewegungen des anderen nachzuahmen, daraus entsteht ein regelrechter Wettstreit. An dieser Stelle hat die Vorführung ihren Höhepunkt erreicht. Es werden mehrere Runden getanzt.

    Auf die Tanzdarbietung folgen verschiedene interessante, zum Teil dramatische Spiele. Dazu zählen zum Beispiel der Wettkampf um den Gürtel, das Tee-Servieren und ein Volkslieder-Gesangswettbewerb. Dies ist eine Möglichkeit für Jungen und Mädchen, ihre Liebesgefühle auszudrücken. An dieser Stelle der Vorführung sind aber auch Komödianten sehr beleibt, sie erzählen Witze und begeistern durch komische Bewegungen.

    Im dritten Akt des "Maxilap" werden diejenigen bestraft, die die öffentliche Moral verletzt haben, beispielsweise ein ewiger Bummelant, ein Säufer oder ein Dieb. Für diesen Teil wird ein angesehener und als fair bekannter Angehöriger der Uiguren zum "Richter" gewählt. Die Beklagten werden vom Publikum umkreist und kritisiert. Der Richter muss dann das endgültige Urteil fällen, entsprechende Strafmaßnahmen werden beschlossen. Aufgrund dieses letzten Teils ist der "Maxilap" nicht nur eine Form der angenehmen und spannenden Unterhaltung, sondern er dient auch der moralischen und natürlich auch künstlerischen Erziehung der Menschen.