China Xinjiang

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  • Eine Kulturreise durch Xinjiang
    2013-08-05    Quelle:CRI    Autor:

    Das nordwestchinesische autonome Gebiet Xinjiang ist seit alters her das Siedlungsgebiet unterschiedlicher Nationalitäten. Insgesamt leben dort 47 nationale Minderheiten. Faszinierend dabei ist, dass jede Nationalität ihre eigenen Trachten, unterschiedliche Musik und Architektur sowie verschiedene Sitten und Bräuche hat.

    Mit knapp 9 Millionen Angehörigen machen die Uiguren fast die Hälfte aller Einwohner Xinjiangs aus. Für Fremde sind die uigurischen Mädchen mit ihren großen Augen und hohen Nasenrücken von besonderem Reiz. Ihr Gesichtsausdruck, ihre Gesten und ihr Lächeln verleihen ihnen einen lebendigen und hübschen Ausdruck.

    Herr Wang Wenyao aus der nordchinesischen Provinz Hebei erzählt von seinen Eindrücken, die der Gesang und die Tänze aus Xinjiang bei ihm hinterlassen: "Der Gesang und die Tänze in Xinjiang sind einfach einzigartig. Besonders schön finde ich die lokale Musik, die gewiss jeden Zuhörer in ihren Bann zieht. Der künstlerische Genuss verdoppelt sich, wenn die schönen Mädchen aus Xinjiang zu der Musik einen der lokalen Tänze aufführen." Soviel also über die Uiguren, die bevölkerungsreichste nationale Minderheit in Xinjiang.

    Die Kasachen sind die zweitgrößte Nationalität in Xinjiang. Die in der weiten Steppenlandschaft lebenden Kasachen bestreiten ihren Lebensunterhalt teils mit der Landwirtschaft, teils mit der Viehzucht. Dabei sind ihnen zwei Dinge unentbehrlich, nämlich die Donbula und ihre Gedichte. Das Holzzupfinstrument Donbula ist ein traditionelles Instrument der Kasachen und ist in fast jedem kasachischen Haushalt zu finden. Ein weiterer wichtiger Lebensinhalt der Kasachen ist das Schreiben und Vortragen von Gedichten. Der kasachische Hirte Heisha spielt nun auf seinem Lieblingsinstrument Donbula und singt dazu ein Lied mit poetischem Inhalt:

    Das Lied lautet ungefähr: Am blauen Himmel schwebt der Adler. Die Kasachen hören gern glückliche und fröhliche Lieder. Wie könnte diese aufregende Szene von heute wahr sein, wenn wir kein glückliches Leben führten? Also besingen wir das Leben und wünschen uns ewiges Glück.

    Eine weitere besondere Volksgruppe, die Sie heute auf Ihrer Kulturreise durch Xinjiang kennenlernen, ist der Volksstamm Luobu, der am südlichen Fuß des Tianshan-Gebirges und am Tarim- Fluss lebt. 

    Die Luobu führen ein einfaches Leben. Die Bauweise der Luobu- Häuser ist wohl weltweit einzigartig. Dafür suchen die Luobu am See eine große Pappel aus, deren Krone sie als Dach verwenden, und stecken rund herum Schilfröhre und Äste in die Erde. Und schon ist ein Haus der Luobu fertig.

    Die Luobu reiten nicht, weder auf Pferden noch auf Kamelen. Ihr einziges Verkehrsmittel ist ein kleines Holzboot, mit dem sie zwischen den Dörfern am See flink hin- und her pendeln. So einfach und doch so geheimnisvoll, nicht wahr?

    Bei den Luobu gibt es viele ältere Leute, die bereits über 100 Jahre alt sind. Dabei essen die Luobu weder Obst noch Gemüse sowie auch kein Salz und sind trotzdem selten krank. Das einzige Nahrungsmittel der Luobu ist gebackener Fisch. Hat das Geheimnis der Langlebigkeit der Luobu mit dieser Essgewohnheit etwas zu tun? Es ist natürlich nicht nur den Wissenschaftlern ein großes Rätsel.