China Xinjiang

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  • Sitten und Gebräuche der Angehörigen in Xinjiang
    2013-01-22    Quelle:german.china.org. cn    Autor:

    Im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang leben 13 nationale Minderheiten mit mehr als 17 Millionen Angehörigen. Sie pflegen zwar ihre eigenen Sitten und Gebräuche, leben sie aber sehr harmonisch in einer so großen Gemeinschaft zusammen.

    Bekannt ist dort ein mongolisches Lied, mit dem die Gäste aus der weiten Ferne zur Teilnahme an dem volkstümlichen "Nadam-Fest" begrüßt werden. "Nadam" bedeutet in der mongolischen Sprache "Unternaltung" und "Spiel". Die in Xinjiang lebenden Mogolen und Kasachen feiern jedes Jahr im Juli das Nadam-Fest. In den Festtagen werden verschiedene traditionelle Wettkämpfe wie Pferderennen, Ringen und Bogenschießen veranstaltet. Mit der touristischen Entwicklung gibt es nun in Xinjiang immer mehr Veranstaltungen, zum Beispiel das Trauben-Fest in Turpan, das Kultur-Festtival der Seidenstraße in Kaghgar und das Schnee-Festival in Aletai.

    Zum Nadam-Fest sagte der stellvertretende Direktor des Fremdenverkehrs- amtes von Xinjiang,"Dank der fürsorglichen Unterstützung von Staatspräsident Jiang Zemin und Ministerpräsident Zhu Rongji entwickelt sich der Tourismus sehr schnell. 1998 haben wir über 200 000 auswärtige Gäste empfangen und dadurch 80 Millionen US-Dollar gewonnen. Die Gästezahl ist jetzt zwar noch relativ klein, aber mit der Erschließung von neuen Reisezielen, Verbesserung von touristischen Einrichtungen und mit der verstärkten Werbung der Medien werden immer mehr Gäste nach Xinjiang reisen."

    Xinjiang ist mit einer Gesamtfläche von 1,6 Mio. qkm die größte Provinz Chinas. Und mit seinen touristischen Ressourcen können die anderen Gebiete nicht verleichen. Erwähnenswert ist die größte Gobi des Landes, nämlich die 337 600 qkm große Takla-Makan-Wüste, die flächenmäßig nur nach der afrikanischen Sahara steht. Das hiesige Klima ist sehr trocken, die Temperaturen auf der Erdoberfläche liegen zwischen 70 und 80 G.C., die Landschaften sehen manchmal im starken Dunst schwankend aus. Ab und zu gibt es auch noch Luftspiegelungen zu sehen. Zu nennen ist noch die größte Plateau-Steppe - die Bayinbuluk-Steppe. Sie ist 23 000 qkm groß. Geschichtlichen Aufzeichungen zufolge lebten die Gushi-Menschen vor 2 600 Jahren in dieser Gegend. Heute sieht man überall Rinder und Schafe auf dem fruchtbaren Grasland weiden.

    Die meteorologischen Verhältnisse auf dieser Hochland-Steppe sind sehr kompliziert, manchmal kann man sogar innerhalb von einem Tag die klimatischen Erscheinungen von allen vier Jahreszeiten erleben. Auch den bekannten Plateau-See in China - den Bosten-See - wollen wir Ihnen unbedingt empfehlen. Der 1228 qkm große Bosten-See liegt 1048 Meter über dem Meeresspiegel. Der Bosten mit mehreren Tochterseen ist 55 km lang und 25 km breit und wird als eine Perle auf der Gobi bezeichnet. Einer Volkssage zufolge gab es früher hier keinen See, sondern nur eine große Steppe, auf der ein junges Liebespaar lebte. Der Junge hieß Bosten, er liebte das Mädchen Gaya zutiefst. Aber der Regengeister am Himmel schleppte das Mädchen von ihm weg und versuchte es zu seiner Frau zu machen. Bosten konnte nach 81 Tagen harter Kämpfe zwar den bösen Geister besiegen, starb aber schließlich wegen Erschöpfung. Gaya wollte aus tiefer Trauer nicht mehr leben. Ihre Tränen verwandelten die Steppe in einen See. Um des jungen Liebespaars zu gedenken, wurde der See der Bosten-See genannt.

    In Xinjiang gibt es noch viele Kulturstätten zu besichtigen, darunter die Ruine in Loulan - das politische, wirtschaftliche und Kulturzentrum des Königreichs Loulan vor 2070 Jahren und der Knotenpunkt der südlichen und der nördlichen Seidenstraße sowie die Höhle der Tausend-Buddha in Kizil im Kreis Kuche. Diese an einem Berghang gebaute und mehr als 1600 Jahre alte Höhle galt damals als eine Stätte, wo sich buddhistische Meister charakterlich vervollkommneten. Deshalb ist diese Höhle von großem archäo- logischem Wert. China hat bei der UNO beantragt, die Höhle der Tausend-Buddhas in die Liste des Weltkulturerbes aufzunehmen.

    In Xinjiang gibt es nicht nur Antikes, sondern auch Modernes zu sehen. Kuerle, die Hauptstadt des Bezirks Bazhou in Südostxinjiang, ist eine junge Stadt. Es ist zwar klein, aber sehr sauber. Die Straßen liegen im Baumschatten, auf vielen Kreuzungen sind Statuen eingerichtet. Die Busstationsschilder sind in Hanchinesisch, Uigurisch und Englisch beschriftet. Wie die Vizedirektorin des Fremdenverkehrsamtes des Bezirks Bazhou, Minawa Hair, erzählte, wurde der Stadt Kuerle im Jan. dieses Jahres vom staatlichen Amt für den Fremdenverkehr der Titel der "besten touristischen Städte des Landes" verliehen.