China Xinjiang

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  • Sitten und Gebräuche der Tataren in Xinjiang
    2013-01-29    Quelle:CRI    Autor:

    Foto von Baidu

    Die Tataren zählen zurzeit über 5000 Angehörige und leben zum größten Teil in den Städten Yining, Tacheng und Urumqi. Ein kleiner Teil von ihnen wohnt aber auch in ganz Xinjiang verstreut. Sie wurden auch Tartaren genannt. Dieser Name tauchte schon in der Tang-Dynastie auf und war die Bezeichnung eines Nomadenstammes im Türkreich in Nordchina. Das Türkreich zerfiel allmählich, und die Tartaren wurden immer stärker. Nach der Tang-Dynastie trugen mehrere Volksstämme im Norden diesen Namen. Nach dem Aufschwung der Mongolen wurden die Tartaren Teil des mongolischen Volkes. Als die Mongolen nach Westen zogen, nannten die Mittelasiaten und die Europäer sie im Allgemeinen immer noch Tartaren.

    Mitte des 13. Jahrhunderts errichtete der Enkel von Dschingis Khan, Batu, das Khanat Goldene Horde. Im 15. Jahrhundert zerfiel dieses Khanat nach und nach wieder, und in einem seiner Verwaltungsgebiete am Mittellauf der Wolga und im Gebiet des Kama-Flusses entstand das Khanat Kasan. Seine Herrscher nannten sich als Nachkommen der Mongolen Tataren, um ihre Macht zu demonstrieren. Später war "Tatar"der Name der Bevölkerung des Khanats Kasan und anderer Völkerstämme in der Umgebung. Die tatarische Nationalität ist also eine im Lauf der Geschichte entstandene Mischung aus Buglas, Kypchaks und Mongolen.

    Im 19. Jahrhundert verschärfte sich die Krise der Leibeigenschaft im zaristischen Rußland. Die Leibeigenenhalter rissen immer mehr Boden an sich. Große Bodenflächen der Tataren an der Wolga und an der Kama entlang wurden besetzt, und viele der ursprünglichen Besitzer mussten flüchten. Auf diese Weise kamen Tataren über Sibirien und Kasachstan nach Nordxinjiang und andere über Mittelasien und Tankorgan auf dem Pamir nach Südxinjiang. Das ist die Herkunft der tatarischen Nationalität, die heute als eine kleine nationale Minderheit Chinas im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang in Nordwestchina lebt.

    Xinjiang wurde im Jahr 1949, in dem die Volksrepublik China gegründet wurde, friedlich befreit. Damit wurden auch die Tataren befreit. Seit der Gründung der Volksrepublik China genießt die tatarische Nationalität politische Gleichberechtigung wie alle anderen Nationalitäten Chinas. Doch wegen der kleinen Bevölkerungszahl und der verstreuten Siedlungsweise ist die Einrechtung von Organen nationaler Autonomie bei den Tataren leider nicht möglich. Trotzdem sind sie in den Volkskongressen aller Ebenen vertreten. Auch eine Reihe von Funktionären ist aus der tatarischen Nationalität herangewachsen.