
Der Kanas See liegt in der Provinz Xinjiang nahe der Grenzen zu Russland. Der kühle Gebirgssee in der Provinz Xinjiang bettet sich am Fuße des Altai Gebirges. Man kann auch sagen, dass er ein Stück des Irtysch ist, einem Fluss, welcher im Ertix-Gletscher entspringt ist. Der See liegt 1,374 m über dem Meeresspiegel und etwa 45.73 Quadratkilometer groß. Seine tiefste Stelle soll 188 Meter betragen. Umgeben ist die Gegend von Schneebedeckten Gipfeln, was das ganze Gebiet zu einer wunderschönen Naturszenerie und vollkommen erscheinen lässt.
Der Kanas ist bekannt für seine großartige Naturphänomene, wie z.B. das ständige und imposante Farbenwechselspiel. Deshalb nennt man ihn manchmal den „Farbkasten der Götter“. Die Farbe des Wasser wechselt mehrmals und zu immer wieder unterschiedlichen Zeiten pro Tag. Die Farbe des Sees wechselt ständig von dunkelgrün zu Blau, wie der Himmel um dann wieder grün- und gar Gelbtöne anzunehmen.
Die Vegetation des Uferbereichs besteht aus Nadel- und Birkenwäldern und erinnern Europäer an Waldgebiete, wie sie sie aus Russland oder skandinavischen Ländern kennen. Das bewaldete Tal (borealer Nadelwald) wird oft auch als Taiga Chinas bezeichnet. In dieser Taiga leben mehr als 300 Tierarten und über 1000 Pflanzenarten. Der See ist Lebensraum für zahlreicher Fischarten, darunter viele Lachsarten. Hier leben seltene Kaltwasser-Fischarten. Bekannt ist der Tajmen. Tajmen ist ein Raubfisch ideal angepasst für die Jagd. In großen Flüssen gibt es keine Konkurrenten für ihn. Aber um sich zu ernähren, muss er immer auf der Jagd sein. Dabei ist er sehr gewandt. Die größeren ausgewachsenen Fische, die bis zu 10 Meter groß werden können, sollen Enten verschlingen und selbst Tiere in der Größe von Pferden, die sich in Ufernähe aufhielten, angegriffen haben. Für die Einheimischen aber auch für die Besucher ist Tajmen daher auch ein mystisches Symbol und deshalb nennt man den Fisch auch das“chinesische Loch-Ness-Monster“. Manchmal kann man in herbstlicher Zeit die mächtigen Schläge seines Schwanzes aufs Wasser klatschen. Auf diese Art betäubt er kleine Fische und sammelt sie ein, da sie daraufhin unbeweglich sind. Manchmal versammeln sich 10 bis 20 riesige Tajmen in großen Gruben und Strudeln, besonders wenn an anderen Stellen der See langsam zufriert.
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