
Das Bayanbulak Grünland ist ein Prärie-Feuchtgebiet, das von Schneegebirgen umgeben ist. Das Grasland Bayanbulak, welches sich in der Nähe des Bergs Tianshan im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang befindet, gilt als das größte chinesische Grasland der Sub-Kältezone in China.
Der Schwanensee in dieser Landschaft gehört auch zu den größten Sumpfgebieten Chinas. Jedoch wegen der übermäßigen Tierzucht und der anhaltenden Dürre wurde das Grasland schwer verwüstet. Um diesem Gebiet zu schützen hat China 150 Millionen Yuan investiert. Von 2005 an wurde eine Reihe Maßnahmen getroffen, um das 10,1 Millionen Hektar große Gebiet auf dem Grasland von einer Zuchtfläche in eine Weidefläche zurückzuverwandeln. Nun sind bereits um einen Gebiet von sechs Millionen Hektar Zäunen aufgestellt. Der Prozentsatz der Weidefläche ist dadurch wesentlich gestiegen.
Drei Fünftel der Gesamtzahl aller Schwäne der Welt sind auf dem Bayanbulak-Prärie-Feuchtgebiet beheimatet. Deshalb verdient es wirklich den Namen "Heimat des Schwans“.
In der mongolischen Sprache bedeutet "Bayanbulak“ die "fruchtbare Quelle“. Das Bayanbulak Prärie Feuchtgebiet befindet sich im Hinterland des Tianshan-Gebirges in Zentralxinjiang. Es ist 2300-3100 m hoch. Das Klima ist milde, es gibt reiche Niederschläge. Die vier Jahreszeiten sind nicht klar unterschieden. Das Schmelzwasser aus vielen umliegenden Schneegebirgen und Gletschern benetzt das 100 000 Hektar große Grasland. Daher ist das Bayanbulak-Prärie-Feuchtgebiet eine der wasserreichen Regionen Xinjiangs. Hier befinden sich zahlreiche große und kleine Seen und Ströme. Es bietet einen großen Sortenreichtum an Gräsern.

Der Bayanbulak-Schwan-See liegt im Südwesten der Gemeinde Bayan. In Wirklichkeit ist der Schwan-See ein großes Moor, das aus vielen miteinander verbundenen kleinen Seen besteht. Er ist der erste Schwan-Naturschutzbereich Chinas.
Dank seiner überreichen Wasserressourcen und dem üppigen Futterangebot leben hier im Moor einige Zehntausend verschiedene Arten von Schwänen. Zu ihnen gehören der Singschwan, der junge Schwan und der Höckerschwan. Hier bauen sie ihre Nester, legen die Eier, brüten sie aus und ziehen die Jungen auf. Bleibt ihnen neben der Futtersuche noch ein wenig "Freizeit“, dann kämmen sie mit ihren Schnäbeln ihre weißen Federn, singen laut oder tummeln sich auf dem See. Das beeindruckendste Spektakel auf dem See ist eine Art "Ballett auf dem Wasser“. Die Einheimischen betrachten den Schwan als "Vogel von Reinheit und Keuschheit“ und als ein glücksverheißendes Symbol. Daher hat nie jemand ihr Habitat zerstört. So können die Schwäne in Ruhe und Frieden leben und sich vermehren.
Neben dem Schwan nisten hier noch über 130 andere Zugvogelarten wie Schwarzstorch, goldener Geier, Weißschulter-Adler und Schneehuhn. Das weiträumige Schwan-Naturschutzgebiet ist auch ein ideales Winterquartier für Zugvögel. Für sie gibt es ebenfalls ein reichliches Angebot an Nahrung. |