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Mann gräbt sich neue Zimmer unter seinem Haus
2010-09-06        Quelle:  China.org.cn        Autor:  

Aufgrund der hohen Immobilienpreise leben viele Familien in China auf engstem Raum. Chen Xinnian dachte sich: Wenn er sich schon keine größere Wohnung kaufen kann, dann gräbt er sich eben eine.

Chen Xinnian lebt im Westen der Stadt Zhengzhou. Die Gegend ist von ärmlichen Verhältnissen geprägt, die meisten Häuser sind einfache Schuppen. Doch Chens Haus unterscheidet sich wesentlich von den anderen Schuppen ringsherum. Jeden Tag in seiner freien Zeit zog sich der 64-Jährige einen Bauarbeiterhelm auf, griff zur Spitzhacke und verschwand in einem Tunnel für vier bis fünf Stunden unter die Hütte, in welcher er wohnt. Chen, der früher als Minenarbeiter sein Geld verdiente, wollte seiner Frau etwas Gutes tun, indem er ihr unterirdisch ein Zimmer baute. Vier Jahre gräbt er schon, 50 Kubikmeter Erde hat bereits er an die Oberfläche geschafft und in seinen Blumen- und Gemüsebeeten verteilt. Stolz verkündet er, dass sein in sechs Meter Tiefe befindlicher Raum einem Erdbeben der Stärke 8 auf der Richterskala mühelos widerstehen könnte. Das Innere des 10 Quadratmeter großen Zimmer hat Chen verputzt und weiß gestrichen. Neben einem Bett steht eine Stereo-Anlage, ein Bücherregal hängt an der Wand. Seine Frau und er genießen die neu gewonnene Privatsphäre unter Tage oft zum singen und tanzen. Im 70 Zentimeter breiten Gang hat Chen Abstellfächer in die Wände eingfügt, in denen er Obst und Bier lagert. Er schwärmt, im Zimmer sei es zu Sommerzeiten angenehm kühl und zu Winterzeiten behaglich warm. Bei heißem Wetter bleiben die Lebensmittel also stets gekühlt. Außerdem hat Chen mehrere Belüftungstunnel gegraben.

 

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