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Chen Baichuan und sein Musiktraum
2009-11-24        Quelle:  China.org. cn        Autor:  

In Xinjiang gibt es imposante Eisberge und Gletscher, mystische Urwälder, eigenartige Täler und Wiesen und auch sehr schöne Seen. In Xinjiang wird auch die prächtige volkstümliche Musik gepflegt. Einige volkstümliche Melodien und Lieder, die der bereits verstorbene "Liederkönig Westchinas" Wang Luobin neu bearbeitet und gesungen hat, sind landesweit und sogar weltweit bekannt geworden.
In den folgenden Minuten lernen wir Herrn Chen Baichuan, den letzten Schüler von Wang Luobin, kennen und erfahren mehr über seinen Musiktraum.

In einem Hotel in Urumqi, der Hauptstadt Xinjiangs, traf unser Korrespondent mit Herrn Chen Baichuan zusammen. Chen Baichuan ist beruflich Moderator bei einem Musikrundfunk.

Im Jahr 1971 kam Chen Baichuan in Xinjiang auf die Welt. Von klein auf hört er gern Musiksendungen im Radio. Als er zehn Jahre alt war, fertigte er Ziegelbruchstücke und verband Schilfröhre. Dadurch verdiente er Geld und konnte sich eine Gitarre kaufen. Täglich nach der Schule spielte er mit seinen Freunden zusammen Gitarre.

Aber damals war die Gitarre in Xinjiang nicht sehr populär. Die Eltern von Chen Baichuan wollten nicht, dass er Gitarre spielt. In einer Nacht, als er draußen Gitarre spielte und sang, kam sein Vater zu ihm, der so ärgerlich war, dass er ihm die Gitarre entriss und sie an einem Baum zerschmetterte. Im Alter von 15 Jahren beschloss Chen Baichuan, sein Haus zu verlassen und ein freies Wanderleben zu führen.

Während seines Wanderlebens traf Chen Baichun einen alten kasachischen Schäfer. Der Alte spielte, wenn er seine Schafe hütete, oft die Dombra, ein zweisaitiges Zupfinstrument der Kasachen. Die schöne Melodie der Dombra zog Chen Baichuan in ihren Bann. Deshalb ging er mit dem alten Schäfer zusammen zum Sayram-See, um dort gemeinsam die Schafe zu hüten.

Während dieses Wanderlebens erfuhr Chen Baichuan immer mehr über volkstümliche Sitten und Gebräuche und über Volksmusik. Dort am Sayram-See lernte er eine kasachische Frau namens Wurenna kennen. Täglich gingen die beiden zusammen Schafe hüten. Chen Baichuan spielte Gitarre und Wurenna sang schöne Lieder.

Eines Tages sagte Wurenna, dass es sehr schade sei, dass so schöne Lieder nur in den tiefen Gebirgen, am See oder in der Wüste gehört werden können. Sie redete auf Chen Baichuan ein, die schöne Volksmusik in Xinjiang weiter zu verbreiten. Chen Baichuan nahm daraufhin seine Gitarre und machte sich wieder auf Wanderschaft. Diesmal aber trieb es ihn in die Hauptstadt Xinjiangs, nach Urumqi.

"Damals war ich 17 Jahre alt und sang in einem Tanzlokal. Täglich musste ich Popmusik singen. Die Volksmusik Xinjiangs hatte in dem Lokal keine Chance, die durfte ich nicht singen. Jeden Tag aß ich ausschließlich Nang-Kuchen, also ein Fladenbrot und trank Leitungswasser. Eingelegtes Salzgemüse bereicherte ab und zu meine Speisekarte. Damals war wirklich eine harte Zeit für mich."

Das Leben im Tanzlokal war wirklich so hart, dass Chen Baichuan es fast nicht mehr ertragen konnte. Eine Freundin von Chen Baichuan sprach von Wang Luobin, dem bekannten Liederkönig Westchinas. Sie empfahl Chen Baichuan, ihn aufzusuchen. Im Jahr 1993 brachte Chen Baichuan zwei seiner Lieder zu Wang Luobin. Nachdem er seine Lieder gespielt hatte, würdigte Wang Luobin Chen Baichuan und sagte, er sei ein kleiner Balang voller Talent und voller Intelligenz. Balang ist ein Nickname für einen attraktiven Xinjianger Jungen.

Wang Luobin brachte drei Jahre lang seine Musikkenntnisse aus seinem ganzen Leben seinem Schüler Chen Baichuan bei. Gleichzeitig bekam Chen Baichuan noch Tipps einiger anderer bekannter Musiker. Er sagte, jene Zeit trug zu seinem weiteren Musikleben sehr viel bei.

Im Jahr 1996 plante der Liederkönig Westchinas Wang Luobin eigentlich ein Konzert in Shanghai. Er wollte mit seinem Schüler Chen Baichuan zusammen auftreten. Leider aber starb er vor dem geplanten Konzert . Chen Baichuan machte sich anschließend allein nach Beijing auf, um weiterhin seine Musikträume zu bereichern.

Obwohl sein Lehrer gestorben war, lebt Wang Luobin im Herzen von Chen Baichuans weiter. Es trug sich einmal zu, dass Chen Baichuan in seinem Traum Wang Luobin wieder sah. Er sagte, "Wang Luobin sagte mir im Traum, Baichuan, kannst du mir die Gitarre geben? Ich gab ihm die Gitarre. Aber er hat sie nicht genommen. Dann wache ich auf. Ich nahm die Gitarre und spielte zuerst einen Akkord und plötzlich sprang ein Lied in meinem Kopf."

Chen Baichuan schrieb sofort dieses Lied auf. Als er fertig war, hatte er das Gefühl, dass sein Lehrer damit zufrieden gewesen wäre. Er gab diesem Lied den Titel "Der Musiker in Westchina", um seinem Lehrer Wang Luobin zu danken.

Chen Baichuan hat über 10 Lieder von Wang Luobin bearbeitet oder neue Lieder über seinen Lehrer geschaffen und in seinem Album aufgenommen. Dadurch können sich die Werke Wang Luobins durch seinen Schüler weiter verbreiten.

In seiner Freizeit hat Chen Baichuan oft Volkslieder auch gesammelt. Er hat einen Wunsch, nämlich in die Wohngebiete der Minoritäten in Xinjiang zu gehen, um dort Volksmusik zu sammeln und sie in ganz China und weltweit populär zu machen.

 

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