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Muqam – Wiederentdeckung der melodischen Musikform Xinjiangs
2015-03-24        Quelle:  CRI        Autor:  

Die sonoren Klänge einer Sitar sowie einer Dolan-Rawap - einer speziell gezupften Laute - und verschiedene Arten von Geigen sowie ein mit Schafshaut bespanntes Schlagzeug – erst dann hat man den typischen, melodischen Sound des uigurischen Muqam. 


Muqam ist tausende Jahre alt und hat Einflüsse aus der Volksmusik Persiens und Süd- und Zentralasiens, aus der Zeit als reisenden Musiker über die Seidenstraße nach China kamen.

Adil Jan ist ein Musiker aus Xinjiang – er ist Mitglied des chinesischen Gesangs- und Tanzensembles der nationalen Minderheiten.

"Die Inspiration für die Muqam-Texte kommt aus dem täglichen Leben. Sie drücken Freud und Leid aus, welche einem auf der Lebensreise begegnen. Auch religiöse Gedichte, historische Balladen und Tänze gehören dazu. Sie können die Musik begleiten."

Die beliebteste Muqam-Sammlung in Xinjiang enthält zwölf Folgen und wird „Mutter der uigurischen Musik" genannt.

Sie wurden im späten 15. Jahrhundert von der talentierten uigurischen Dichterin Ammani Shahan zusammengestellt. Ammani war eine Konkubine des lokalen Khans in Yarkand, einem wichtigen Handelsposten der antiken Seidenstraße.

„Rak Muqam" ist die erste Folge der berühmten zwölfteiligen Sammlung.

Die zwölf Muqams bestehen aus 360 verschiedenen Melodien, und es braucht mehr als 24 Stunden, um sie alle nacheinander zu spielen.

Zwei weitere Muqams wurden in den letzten Jahren von lokalen Folkloristen entdeckt.

Neben dieser Sammlung gibt es in verschiedenen Regionen Xinjiangs, besonders in Turpan, Hami und Kashgar, jeweils eigene lokale Muqam-Stücke mit anderen Melodien und Tanzschritten.

Der Hami-Muqam weist zum Beispiel viele musikalische Elemente aus dem Binnenland Chinas auf und wird als eine Verschmelzung der mongolischen und uigurischen Kultur angesehen.

Aber dieses kulturelle Erbe, das vor allem durch mündliche Überlieferung weitergegeben wird, war vom Aussterben bedroht – daher hat der Staat eingegriffen.

„Als unsere Musik fast verschwunden war, gab es nur einen lebenden Musiker, Turdi Akhun, der das gesamte Repertoire der 12 Muqams singen konnte. Dann sind Experten aus Beijing gekommen, um die Musik aufzunehmen und in Noten umzuschreiben. So konnte diese Musik gerettet werden."

Zentral- und Regionalregierungen haben in den letzten Jahren Millionen RMB ausgegeben, um die Muqam-Tradition aufzuzeichnen und damit am Leben zu erhalten.

Das Studium des klassischen Muqam ist mittlerweile Bestandteil der Lehrpläne an Universitäten in Xinjiang und hat viele junge Musiker aus China und dem Ausland angezogen.

Im Jahr 2005 wurde die Kunst des uigurischen Muqam von der UNESCO auch als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit anerkannt, was die alte Kunstform auf die Weltbühne zurückbrachte.

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