China Xinjiang

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  • Momentaufnahmen aus Xinjiang: Die Hanta-Band
    2017-04-13    Quelle:german.xinhuanet.com    Autor:

    BEIJING, 12. April 2017 (Xinhuanet) -- Sie sind Tuwiner. Sie lernen altertümliche Musik, aber sind zudem eine außergewöhnliche und zeitgemäße Gruppe junger Männer.
    Man sagt, dass der Kanas-See das Auge des mongolischen Gottes sei. Die Tuwiner, die diesen See beschützen, sind der mongolische Stamm mit den wenigsten Menschen. Innerhalb der Grenzen Chinas hat dieser nicht mehr als 3000 Anhänger. Sie wohnen hauptsächlich in den drei Siedlungen Kanas, Hemu und Baihaba. In dem alten Dorf Kanas ist es ruhig und friedlich. Doch alles unterliegt einem stillen Wandel.
    Hausbesuche sind ein Weg, mit dem Tuwiner den Touristen ihre eigene Lebensweise und Kultur vorstellen.
    Die Touristen kommen in den Raum, probieren die traditionellen Speisen der Tuwiner, trinken den von den Gastgebern empfohlenen Milchwein, und erleben die Musik und den Tanz der Tuwiner.
    Dielike und seine Kameraden sind drinnen und draußen beschäftigt. Für die jungen Tuwiner ist dieser komplett neue Lebensstil, der einhergehend mit der Entwicklung des Tourismus entstanden ist, schon längst zur Routine geworden, oder anders gesagt: sie haben sich bereits an diesen gewöhnt.
    Dielike ist ein wahrer Anhänger der künstlerischen Jugend. Er versteht sich auf tuwinische Volksmusik und kann auch gut mit westlichen Musikinstrumenten umgehen. Doch mit der Chu Ur spielt er am liebsten.
    Meng Keyi ist der Meister Dielikes. Er ist auch der Erbe dieses nationalen immateriellen Kulturerbes. Die Aufführung des Liedes „Die Wellen des Kanas-Sees“, gepaart mit dem Kehlgesang, hören sich wie die Klänge der Natur an. Dieses einfache Blasinstrument erzeugt einen tiefen Klang, der tief im Herzen der Menschen Resonanz findet.
    Chu Ur hat bereits eine mehr als tausend jährige Geschichte. In China gibt es jetzt nur noch wenige Personen, die das Instrument beherrschen.
    Deswegen gründeten Dielike und seine Kameraden vor einigen Jahren auf diesem mongolischen Obo-Steinhaufen die „Hanta-Band“. Mit der Kombination aus Chu Ur, mongolischer Pferdekopfgeige und Gitarre spielen sie populäre Lieder, die den besonderen Charakter des Volkes und der Region besitzen. Damit wurden sie zum Hauptanziehungspunkt bei Hausbesuchen von Touristen und Auftritten in anderen Orten.
    Das Obo-Fest ist eines der wichtigsten Feste der Tuwiner. Ferner ist es ein Zusammenkommen aller Dorfbewohner. Die jungen Tuwiner wie Dielike sind bereits mit Körper und Seele in die alte Tradition, die seit tausenden von Jahren überliefert wurde, zurückgekehrt.